Solange die Orgel noch spielt ist die Kirche noch nicht aus!

Selten war der alte Spruch so aktuell wie vergangenen Samstag, als wir dem starken Landesligaabsteiger aus der Sanderau im Heimspiel gegenüber standen.

Aber der Reihe nach; schon vor dem Spiel deutete sich an, dass es ein knappes Ding werden würde. Auf dem Papier hatten wir leichte Vorteile auf den Positionen 1-3, während auf 4-6 die TGW insgesamt klar favorisiert war. In der Summe brachten die Gäste sogar gut 100 TTR-Punkte mehr aufs Parkett:

TTR (vor dem Spiel)
1Hammer, Markus 1749 Röder, Michael 1697
2Weyler, Michael 1692 Berdami, Andre 1679
3Faltus, Konstantin1682 Bayer, Jochen 1652
4Weis, Christian 1602 Engert, Roland 1686
5Dubon, Alexander 1607 Uljanow, Ilja 1647
6Vornkeller, Rainer 1513 Demircan,Orhan 1588
Summe TSG 9845 TGW 9949

Auch wenn der Saisonauftakt für uns mit 5:1 Punkten wesentlich erfolgreicher verlief als der gegnerische (2:4), waren wir also gewarnt.

Die Eingangsdoppel 1&2 liefen erwartungsgemäß: Markus/Tino konnten sich letztlich souverän durchsetzen, und Rainer/Michael konnten das noch ungeschlagene Spitzendoppel der Gäste am Ende wenig ärgern. Im Doppel 3 ging es lange knapp zu, bevor Christian und der gesundheitlich angeschlagene Alex den 5. Satz recht deutlich verloren. 1:2

Beide Spitzeneinzel gingen danach recht klar an uns, während Christian im Duell der Linkshänder trotz einiger hartumkämpfter Sätze den Kürzeren sog. 3:3

Im ersten Schlüsselspiel des Abends hatte Tino gegen Roland Engert lange Probleme, seinen Rhythmus zu finden, und Satz 1&2 gingen weg. Auch im weiteren Verlauf gab es viele kurze Ballwechsel und lange Pausen, trotzdem hatte Tino im Verlauf der Partie mehr Anteile und drückte dem Spiel langsam aber sicher seinen Stempel auf. Wie schon gegen den Versbacher Scheer gelang es ihm am Ende, einen 0:2-Rückstand zu drehen, sodass wir erstmals an diesem Abend in Führung gingen. 4:3

Im hinteren Paarkreuz wurde daraufhin Alex seiner leichten Favoritenrolle gegen Orhan Demircan gerecht. Ein echter Paukenschlag gelang dann allerdings Rainer, der den klar favorisierten Ilja Uljanov in drei stark umkämpften Sätzen niederringen konnte. 6:3!

Damit schien der Durchbruch geschafft, da wir in den folgenden 3 Spielen als Favorit ins Rennen gingen. Für Michael lief es heute auch prächtig und er konnte André Berdami mit 3:0 besiegen, Markus allerdings kam nach gutem Start gegen Michael Röder immer schlechter klar, gab den umkämpften zweiten Satz ab und schliesslich auch das Spiel mit 1:3. Hart umkämpft war auch das Spiel von Tino, denn Jochen Bayer konnte vor allem dank starker mit Aufschläge und Returns zwei von drei knappen Sätzen für sich entscheiden, und gewann den 4. Satz letztlich klar. Damit stand es vor den letzten 3 Einzeln, in denen die TGWler favorisiert waren, nur noch 7:5.

Christian sah gegen Engert dann auch wenig Land und verlor auch die 2 knappen Sätze in der Verlängerung, 7:6. In einem der spannendsten Spiele des Abends ging es zwischen Alex und Uljanov bis zum Schluss hin und her, am Ende ging aber der 5. Satz knapp weg und der TGW gelang der Ausgleich, 7:7. Zum Glück knüpfte Rainer nahtlos an seine Leistung aus dem ersten Einzel an und zwang Demircan überraschend deutlich mit 3:0 in die Knie, 8.7!

Ein Punkt war damit sicher, und für das Abschlussdoppel schien alles möglich, auch wenn mit Röder/Engert ein langjährig eingespieltes (und noch ungeschlagenen) Spitzendoppel der Gäste gegenüberstand. Die Gegner spielten anfangs ihre ganze Routine aus und konnten die ersten beiden hart umkämpften Sätze knapp für sich entscheiden. Der bei einer Frustaktion in 3 Teile zerfallene Schlägerhals unseres Einsers Markus stand sinnbildlich für den bisherigen Spielverlauf, aber dann.......

.......kam alles noch schlimmer: Bei uns lief im dritten Satz nicht mehr fiel zusammen, und beim Stand von 0:2 und 3:9 schien die Messe bereits gelesen. Aber "Solange die Orgel noch spielt ist die Kirche noch nicht aus"! Was dann passierte ist nur schwer in Worte zu fassen:

Skurrilerweise ging zunächst die Tür auf, und unsere Zuschauerschaft wurde unerwartet durch eine kleine Gruppe (samt Fahnenträger!) gestärkt. Auch wenn diese wohl eher zufällig bei einer benachbarten Feier "übrig geblieben" waren, kam es nach dieser kleinen Unterbrechung nochmal zu einem Aufbäumen unseres Spitzendoppels. Punkt für Punkt kämpften Tino/Markus sich erst wieder in Schlagdistanz, bevor sie beim Stand von 7:10 3 Matchbälle abwehren konnten! Als dann der Satz noch kippte, war plötzlich wieder alles drin. Röder/Engert hielten allerdings weiter stark dagegen, und das Spiel wogte hin und her. Getragen von der Euphorie und der Unterstützung von aussen kämpften unsere Mannen weiter und rangen den Gegner schliesslich nieder. Nach gut 4 Stunden Gesamtspielzeit hiess es 9:7, welches anschliessend beim "Atenzione" noch ausgiebig nachdiskutiert und gefeiert wurde!

Das Rückspiel bei der TGW (07.02.) verspricht natürlich spannend zu werden, dann ohne den Heimvorteil gegen sicherlich hochmotivierte Gegner......doch bis dahin steht noch Einiges auf dem Programm:

 

Mit nunmehr 7:1 Punkten haben wir uns zunächst in der Spitzengruppe festgesetzt, aber schon am 8.11. in Heidingsfeld wird wieder eine ähnliche Leistung nötig sein, um weiter ganz vorne mitzumischen.

 

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Wegen der Corona - Pandemie ist der Spiel und Trainingsbetrieb  bis auf Weiteres eingestellt.

 

Wir hoffen sie nach der Pandemie wieder gesund und munter bei uns in der Halle begrüßen zu können.