Weit weg von einer weißen Weste Hr. Weis?!

Unser letztes Vorrundenspiel dürften wir in der Schulturnhalle des TSV 1905 e.V. Albertshofen bestreiten.

Die Vorzeichen standen gut wie nie zu vor, denn wir standen Punktgleich mit dem Ersten (SB Versbach IV) auf dem zweiten Platz der Bezirksoberliga Unterfranken Süd und der TSV Albertshofen stand sieglos auf dem letzten Platz. Als Favorit ins Rennen zu gehen ist vorteilhaft, birgt jedoch das Risiko tief zu fallen, weshalb wir an diesem Dienstagabend mit kompletter Aufstellung und voller Motivation in Albertshofen angetreten sind.

In den bisherigen Spielen konnte Albertshofen im vorderen Paarkreuz mit Vogler (0:14) und Will (2:8) nicht überzeugen, wohingegen die Mitte mit Gallena (9:4) und Tschernach (6:5) und das hintere Paarkreuz mit Hebling (7:3) und Höhn (4:1) durchweg positive Bilanzen aufwiesen. Apropos positive Bilanzen, unser Christian hatte vor dem Spiel mit 6:7 als einziger aus der Mannschaft keine positive Bilanz. Für ihn war dieses Spiel ein Gradmesser über die Leistung in der Vorrunde, denn er konnte im letzten Vorrundenspiel seine Bilanz noch ausgleichen oder sogar positiv stellen, was jedoch immer noch weit weg von einer weißen Weste ist.

Der Plan für dieses Spiel hieß also, im Doppel gleich in Führung, Vorne alles gewinnen, in der Mitte holen was geht und hinten den Rest.

Mit folgender Aufstellung und satten 429 TTR mehr auf dem Konto ging es in die Partie.

TTR TSG Waldbüttelbrunn

Markus Hammer 1774

Michael Weyler 1717

Konstantin Faltus 1675

Christian Weis 1624

Alexander Dubon 1565

Rainer Vornkeller 1564

Gesamt 9919

TTR SC Heuchelhof Würzburg II

Johannes Vogler 1568

Matthias Will 1578

Timo Gallena 1643

Tobias Tschernach 1582

Oliver Hebling 1572

Steffen Höhn 1547

Gesamt 9490

 

 

Es wurden die Startdoppel aufgerufen: „Auf Platte 1 Will/Gallena gegen Weyler/Vornkeller, auf Platte 2 Vogler/Höhn gegen Hammer/Faltus.“

An diesem Abend hat Weyler/Vornkeller wieder aufgespielt wie in der vergangenen Saison als Sie sich das Einser Doppel an sich gerissen haben. Sie haben Satz 1 & 2 dominiert, im dritten Satz geschlafen und sich im vierten wieder konzentriert. Ergebnis 3:1.

Hammer/Faltus sind an diesen Tag nicht sofort in das Spiel gekommen, dies lag vor allem an der asymptotisch gegen Null gehenden Trefferquote von Markus. Wie Tino im ersten Satz feststellen musste, kann man ein Doppel nicht allein gewinnen und kommt nur bei jedem zweiten Ball an die Reihe, weshalb der erste Satz mit 11:1 für Albertshofen auf dem Spielbericht vermerkt wurde. Nach diesem Satz hat sich Markus vom Angriffstischtennis verabschiedet und sich für eine eher passive Rolle in diesem Doppel entschieden, welche er durch hohe Schupfbälle wunderbar einnahm. Dadurch, dass Tino jetzt ein paar Bälle mehr spielen dürfte konnte das Doppel doch noch in die gewünschte Spur gelenkt werden und mit drei knappen Sätzen hintereinander gewonnen werden.

Will/Gallena – Weyler/Vornkeller 1:3

Vogler/Höhn – Hammer/Faltus 1:3

Spielstand 2:0 für Waldbüttelbrunn

 

Nächte Partien: Tschernach/Hebling – Weis/Dubon und Vogler – Weyler

Dem Doppel Weis/Dubon standen zwei Materialspieler gegenüber welche es perfekt beherrscht haben, den Spielfluss zu zerstören. Tschernach spielte seine lange Noppe ohne Schwamm über den ganzen Tisch und brachte unserer Jungs mächtig zum Laufen. Hebling platzierte mit seinen Anti-Top Belag (war vor 10 Jahren mal ein normaler Belag) perfekt und vollendete mit der Vorhand gnadenlos. Christian und Alex, die eigentlich ein gutes Doppel spielen, hatten an diesem Tag kein Konzept gegen das clever aufspielende Doppel 3 der Albertshofener und mussten nach vier Sätzen den Gegnern gratulieren.

Unser Michael ist zurzeit wieder in Top-Form und hat aktuell einen +5 Run. Ihm gegenüber stand Vogler mit einem -14 Run, der die aktuelle Bilanzsituation nicht so prickelnd empfunden hat und dies dem Michael auch mit lauten Kommentaren spüren lies. Michael hatte die Partie zu jeder Zeit unter Kontrolle und machte mit Vogler, durch seine Noppenblocks und Vorhandschüsse, kurzen Prozess. Für beide eine Win-win-Situation, da sich bei beiden der Run, nicht wertmäßig aber nummerisch, erhöhte hat (Michael +6; Vogler -15).

Tschernach/Hebling – Weis/Dubon 3:1

Vogler – Weyler 0:3

Spielstand 3:1 für Waldbüttelbrunn

 

Nächste Partien: Will – Hammer und Gallena – Weis

Nach seinem Doppelauftritt war die Frage nun, spielt Markus weiter so schlecht oder fängt er sich wieder. Dank seiner schnellen Aufschläge konnte er gleich zu Beginn eine deutliche Führung erspielen und dadurch fand er wieder in die Spur. Will konnte sich durch seine Rückhandkracher immer wieder herankämpfen, hatte aber das ganze Spiel eine sehr schlechte Rückschlagquote auf die Aufschläge von Markus, wodurch er nie wirklich ins Spiel finden konnte und nach drei Sätzen dem Gegner zum Sieg gratulieren musste.

Nun kam es zu dem Spiel der Spiele für unseren Christian, Sieg oder Spott, Sekt oder Selters, Gewinner oder Verlierer. Mit einem Sieg kann er seine Krise zu Beginn der Runde durch eine ausgeglichene Bilanz kaschieren. Mit einer Niederlage rutscht er tiefer in die Bilanzkrise und wird in der Abteilungsversammlung (immer zwischen Vor- und Rückrunde) nicht mit hochachtungsvollen und ehrwürdigen Klopfern geehrt. Genug über die Tragweite dieses Spiels, gehen wir in die Details. Im ersten Satz steht Christian mit voller Motivation am Tisch, darf das Spiel mit eigenen Aufschlag beginnen und geht souverän in Führung. Daraufhin hat er noch einen weiteren Punkt in dem gesamten Satz erkämpft (2:11). Ein klassischer Fehlstart, kann passieren, passiert den Besten. Sieger stehen auf wo Verlierer liegen bleiben, wie wir den Christian kennen steht er sofort wieder auf und geht voll motiviert in den zweiten Satz. Jetzt beginnt das Spiel eine Begegnung auf Augenhöhe zu werden. Christian kämpft um jeden Ball und kommt mit seinem spinorientierten Angriffsspiel erst nach mehreren Zugbällen durch den gegnerischen Noppenblock. Durch seine couragierte Leistung kann er den zweiten Satz für sich entscheiden (11:6). Anschlag dritter Satz, jetzt geht es darum in Führung zu gehen. Christian kämpft in dem Satz wie ein Stier in der Plaza Las Ventas in Madrid mit jeder Energie die in seinem Körper ist um jeden Ball. Doch Gallena hat in diesem Satz auf alle Angriffe von Christian die bessere Antwort und kann den Satz für sich entscheiden (7:11). Jetzt könnten wir hier wieder alle möglichen Motivationsfloskeln zitieren, die den Coaches da über die Lippen gegangen sind, aber ich sag nur eines dazu, beim Doppelpass hätte so manch einer sein Monatsgehalt in das Phrasenschwein werfen müssen. Zurück zum Thema, vierter Satz, Christian liegt 1:2 hinten. Im vierten Satz konnte Christian bis zum 7:7 mithalten, anschließend ging es dahin und er verlor trotz guter Leistung mit gegen Gallena (8:11). Nun hat er eine negative Bilanz, die er an diesem Spieltag nicht mehr ausgleichen kann und ist dem Hohn und Spott der Versammlung ausgesetzt. So wie wir unseren Christian kennen wird er dies als Motivation für extra Trainingseinheiten nutzen um seine Leistung in der Rückrunde exponentiell zu steigern.

Will – Hammer 0:3

Gallena – Weis 3:1

Spielstand: 4:2 für Waldbüttelbrunn

 

Nächste Partien: Tschernach – Faltus und Hebling – Vornkeller

Unser Tino ist seit dem Heuchelhof Spiel wieder voll auf dem Dampfer und visiert wieder die 1700 Punkte an. Auf diesem Weg muss jedes Spiel mit voller Power angegangen werden und das haben wir von Tino an diesem Tag gesehen. Mit seinem harten ersten Vorhandball hat er Tschernach gewaltig unter Druck setzen können. In Satz 1 & 2 hat er sich souverän durchsetzen können. Im Dritten hat er versucht die Partie mit Halbgas über die Bühne zu bringen (Mission gescheitert!) und im Vierten hat er für den Matchgewinn noch einmal Vollgas gegeben (11:4).

Der Rainer hatte es mit einem Gegner zu tun, der zwischen Genie und Wahnsinn alles zeigte. Schnittbälle, selbst Rainers Kaiserschnitt, hat Hebling fehlerlos mit der Vorhand versenkt und alles andere mit der Rückhand clever verteilt. Die ersten beiden Sätze waren, trotz guter Leistung, schnell verloren. Im Dritten hat Rainer auf totale Offensive geschalten und dem Schnittball abgeschworen, durch eine sehr gute Trefferquote, konnte er den Satz mit 11:4 gewinnen und es deutete sich eine Wendung an. Im vierten Satz war das Spiel nun auf Augenhöhe, doch Hebling konnte gegen Ende durch einige Vorhandschwinger dem Rainer den Zahn ziehen und das Match knapp gewinnen (13:11).

Tschernach – Faltus 1:3

Hebling – Vornkeller 3:1

Spielstand: 5:3 für Waldbüttelbrunn

 

Nächste Partien: Höhn – Dubon und Vogler – Hammer

Das spannendste und ansehnlichste Spiel war die Partie der Nummer 6 von Albertshofen gegen die Nummer 5 von Waldbüttelbrunn. Dies lag nicht nur daran, dass dieses Spiel eines von insgesamt nur drei Spielen ohne Material (Noppen oder Anti) war, sondern auch an der hervorragenden Leistung beider Kontrahenten. Höhn hat durch einen sicheren Vorhandtopspin und einen stabilen Rückhandschnitt beeindruckt, Alex durch super Blocks und einen starken Rückhandtopspin geglänzt. Die langen Ballwechsel und der knappe Spielstand machten Alex so viel Spaß, dass so manch einer meinte, dass er ihm die nötige Ernsthaftigkeit abgehe. Doch er hat sich nicht beirren lassen und das Spiel knapp, aber verdient mit 11:8 im fünften Satz gewonnen.

Das Spiel der beiden Einser hat nur durch die lautstarken Aussetzer von Vogler für Aufsehen gesorgt. Den ersten Satz konnte Markus mit 11:2 gewinnen, im Zweiten hat er sich von dem wirren Jubel bei eigenen Fehler von Vogler verwirren lassen (9:11) und die Sätze 3 & 4 hat er wieder konzentriert spielen können und beide mit 11:5 gewonnen.

Höhn – Dubon 2:3

Vogler – Hammer 1:3

Spielstand: 7:3 für Waldbüttelbrunn

 

Nächste Partien: Will – Weyler und Gallena – Faltus

Die Partie der beiden Zweier hatte einen ähnlichen Verlauf wie das Spiel der Einser. Michael gewinnt durch eine hervorragende Leistung Satz 1 & 2 mit 11:2 und lässt sich in Satz 3 durch die unüberhörbaren Unmutsbekundungen seines Gegners noch einmal fast aus dem Konzept bringen. In den wichtigen Situationen behält er aber die Nerven und gewinnt den Dritten in der Verlängerung (13:11).

Tino hatte mit dem unangenehmen Noppenspiel von Gallena überhaupt keine Probleme und konnte, durch seine starken Vorhandtopspin, das Spiel schnell mit 11:6; 11:7; 11:6 beenden.

Will – Weyler 0:3

Gallena – Faltus 0:3

Spielstand: 9:3 für Waldbüttelbrunn

 

 

Spiel, Satz und Sieg für die TSG, die sich damit ungeschlagen und aktuell als Spitzenreiter in die Winterpause verabschiedet. Wir werden die Partie am Freitag zwischen Zell und Versbach mit Argusaugen beobachten und hoffen, dass wir auch nach dem Spiel die Tabellenspitze innehaben werden!

 

Terminkalender

Spieltermine im Januar 2020

1. Herrenmannschaft: 25.01 um 19:30 Uhr daheim gegen SC Heuchelhof II

31.01 um 19:30 Uhr auswärts gegen TG Zell

 

2. Herrenmannschaft:

11.01 um 16:00 Uhr daheim gegen TTC Oberaltertheim

25.01 um 18 Uhr auswärts gegen SB Versbach VI

 

3. Herrenmannschaft:

21.01 um 20:15 Uhr auswärts gegen Kichheim II

 

1. Jugendmannschaft:

20.01 um 17:15 Uhr auswärts gegen TG Würzburg Heidingsfeld

25.01 um 11 Uhr daheim gegen TV Etwashausen II

 

2. Jugendmannschaft:

13.01 um 18:30 Uhr daheim gegen TTC Kist

17.01 um 18 Uhr auswärts gegen TG Zell 1862

25.01 um 10 Uhr auswärts gegen Kircheim

27.01 um 18:30 Uhr daheim gegen TTC Remlingen